Öffentlicher Strand Taahiamanu in Moorea
Französisch Polynesien

Moorea – entspannte Insel mit guter Infrastruktur

Die erste Insel, die wir in Französisch Polynesien besuchten war Moorea (bzw. Mo’orea). Das ist die Nachbarinsel von Tahiti und von dort nur ca. 20 km entfernt. Daher gibt es auch mehrfach am Tag eine Fährverbindung zwischen den beiden Inseln. Da wir allerdings einen Airpass gebucht hatten, mit dem man innhalb von 4 Wochen so viele Flughäfen der Gesellschaftsinseln anfliegen konnte, wie man möchte, haben wir einen Flug genommen.

Moorea ist eine der wenigen Inseln, wo ein öffentlicher Bus fährt. Leider fährt dieser nicht regelmäßig, sondern nur, wenn die Fähre ankommt. Wir hatten somit Pech, da wir den Flug genommen hatten und liefen am Ende zum Fähranleger. Man kann aber auch über die Unterkunft vormerken lassen, dass man den Bus nehmen möchte. Dann hält er an der Hauptstraße am Abzweig zum Flughafen. Nur Geduld braucht man auf jeden Fall wegen der unregelmäßigen Fahrzeiten.

Unsere Unterkunft

In Moorea hatten wir am Anfang unserer Reise die teuerste Unterkunft gebucht. Wir wollten zum Ankommen in Französisch Polynesien einfach ein schönes Zimmer mit guter Ausstattung. Fare Tokoau lag zwar am oberen Ende unseres Budgets (ca. 85€ / Nacht). Dafür hatten wir aber auch unseren eigenen Bungalow mit Küche und Bad. Und die Lage war traumhaft direkt am Meer. Kayaks konnte man außerdem kostenlos ausleihen. Rückblickend würden wir sagen, dass Fare Tokoau unsere beste Unterkunft in Französisch Polynesien war!

Französisches Frühstück in unserer Unterkunft Fare Tokoau in Moorea

Wir haben sechs Tage auf der Insel verbracht. Diese gingen wir sehr ruhig an. Manche Tage verbrachten wir einfach auf unserer Terrasse mit Lesen. Für andere Aktivitäten nutzten wir viel die Kayaks der Unterkunft. Außerdem half uns Thea vom Fare Tokoau bei der Organisation eines Rollers für einen Tag und einer Walbeobachtungstour.

Kayakfahren um Hauru

Besonders die Kayaks waren super. In unserer Unterkunft lag eine Beschreibung, wohin man paddeln konnte. Es gab mehrere Stellen zum Schnorcheln in der Nähe, einen langen Sandstrand und außerdem mehrere Motus, eines davon mit Restaurant. Am Sandstrand sind leider fast überall Hotels, sodass man dort nicht einfach mit dem Kayak anhalten kann. Wir sind stattdessen zu den Ruinen des Club Med gefahren. Das ist ein ehemaliges Hotel, dass sich selbst überlassen wurde. Der Ort befindet sich zwar in Privatbesitz, aber der Strand war komplett verlassen.

Strand am verlassenen Club Med Moorea

Um an einen Strand zu kommen, kann man außerdem zu den umliegenden Motus fahren. Auch diese befinden sich in Privatbesitz. Daher sollte man auf die Privatsphäre auch Rücksicht nehmen und nicht dort halten, wo Häuser stehen.

Ein besonderer Schnorchelstopp lag ca. 5 km von unserer Unterkunft entfernt. Dort fuhren auch viele Tourboote hin, denn an diesem Ort konnte man Rochen und kleine Schwarzspitzenhaie sehen. Wir haben dort unser Kayak und die Paddel an einer Boje festgebunden und sind zum Schnorcheln ins Wasser gegangen. Dabei sind viele Rochen und Haie um uns herum geschwommen. Das war wirklich eine tolle Erfahrung! Unsere Tipps zum Kayakfahren um Hauru findet ihr auf der Karte unten.

Karte Übersicht Schnorcheln Moorea

Mit dem Roller um die Insel

Die Automiete in Moorea ist recht teuer. Daher und weil Anneli in ihrer Zeit in Bali ohnehin gerne Roller gefahren ist, mieteten wir uns lieber einen Roller. Unser Anbieter hat einen Stand vor dem „Le Petit Village“ in Hauru, liefert die Fahrzeuge aber auch zur Unterkunft.

Moorea hat nur eine Hauptstraße, die in ca. 60 km einmal um die Insel führt. In den meisten Teilen ist sie direkt an der Küste und somit flach. Wenn die Straße weiter nach oben führt, ergeben sich besonders schöne Ausblicke. Besonders schön ist der To’atea Lookout über dem Sofitel Hotel in der Nähe des Flughafens.

Toatea Lookout mit Blick auf das Sofitel Hotel Moorea

Für einen tollen Blick über die Insel sollte man außerdem zum Belvedere fahren. Die Straße dorthin geht von der Opunohu Bucht ab und ist asphaltiert. Somit ist sie auch mit dem Roller gut befahrbar. Von oben überblickt man die beiden großen Buchten der Insel: Opunohu und Cook’s Bay. Vom Aussichtspunkt aus gehen auch noch mehrere ausgeschilderte Wanderungen los, die ein bis drei Stunden dauern. Wir sind nur einen Weg kurz reingegangen und dann umgekehrt – Wanderschuhe sind hier zum empfehlen.

Ausblick vom Belvedere in Moorea

An der Ostseite der Opunohu Bucht ist der öffentliche Strand Ta’ahiamanu. Dort gingen wir baden und machten ein Mittagspicknick. Es gibt einen großen Parkplatz, wo auch Toiletten und Umkleidekabinen sind. Zwischen Juli und November kommen Wale in die Umgebung von Moorea und manchmal auch in die Opunohu Bucht. Mit etwas Glück sieht man sogar Wale von dem Strand aus, also die Augen offen halten!

An der Westseite der Cook’s Bay liegt die Rotui Fabrik. Das ist der größte Fruchtsaft-Produzent in Französisch Polynesien. Außerdem produzieren sie auch noch einige alkoholische Getränke wie Rum und Likör. In der Fabrik kann man sich die Produktion anschauen und im Shop eine Auswahl der Produkte probieren. Natürlich gibt es alle Produkte dann auch dort zu kaufen. Die Säfte haben uns in der Qualität wirklich positiv überrascht. Besonders lecker fanden wir die puren Säfte, die es in den Sorten Ananas und Multifruit gibt.

Wir machten noch an einem zweiten Strand Halt. Der Temae -Strand liegt hinter dem Flughafen und grenzt an den Privatstrand vom Sofitel Hotel. Das ist der breiteste und längste Strand der Insel, an dem man auch ein wenig entlanglaufen kann. Vor dem Strand ist das Wasser außerdem herrlich türkis, ein wahrer Südseetraum!

Wir legten auf unserer Fahrt um die Insel außerdem noch einen Stopp beim Champion Supermarkt in Vai’are, der Hafenstadt, ein. Das ist der größte Supermarkt der Insel. Dort kann man fast alles kaufen von Essen bis zur Schnorchelmaske. Besonders zu empfehlen ist er, wenn man bestimmte Lebensmittel vermisst, da die Auswahl dort echt gigantisch ist.

Karte Highlights Moorea

Walbeobachtungstour

Wir waren während der Walsaison in Moorea und wollten daher auch versuchen, die Buckelwale zu sehen. Um dieses Ziel zu erreichen buchten wir eine Tour mit Pacifik Attitude. Das ist ein Anbieter, der besonders respektvoll mit den Tieren umgeht. Sie fahren zum Beispiel maximal auf eine Entfernung von 100 m an die Buckelwale heran. Wenn es die Wale nicht stört, kann man dann auch zu ihnen schwimmen.

Auf unserer Tour sind wir zuerst aus der Lagune und aufs offene Meer gefahren. Leider hatten wir dort kein Glück und haben keine Buckelwale gefunden. Da die Guides wussten, dass Wale in der Opunohu Bucht waren, fuhren wir danach dorthin. Von weitem konnten wir auch tatsächlich eine Wahlkuh mit ihrem Kalb sehen. Die beiden hielten sich am Ausgang der geschützten Bucht auf.

Da das Wasser hier sehr flach ist, darf man maximal 300 m an die Tiere heranfahren, damit sie sich nicht in Panik verletzen. Dennoch sahen wir sie manchmal Wasser ausblasen. Auch den Rücken oder die Flosse sah man hin und wieder und das Kalb sprang sogar ein paar Mal aus dem Wasser heraus. Das Glück, mit ihnen schwimmen zu können, hatten wir leider nicht. Wenn man das unbedingt will, sollte man am besten mehrere Touren buchen, um die Chancen zu erhöhen.

Rücken von Buckelwal in der Opunohu Bucht in Moorea

Andere Aktivitäten

Auf Moorea gibt es noch einige andere interessante Aktivitäten, die wir selbst nicht ausprobiert haben. So kann man zum Beispiel zum Belvedere Lookout auch mit einer Quad-Tour fahren. Der Vorteil der Quads ist, dass man mit ihnen auch unbefestigte Straßen in der Umgebung befahren kann, wie die Route des Ananas.

In der Nähe des Hafens gibt es ein Motu mit umliegendem Riff, das Lagoonarium. Mit dem Boot kann man hier übersetzen und den Tag auf der kleinen Insel verbringen. Wenn genug vorhanden sind, bekommt man seinen eigenen Bungalow für den Tag. Man kann dort dann am Strand entspannen oder mit Kayaks fahren. Um das Motu herum soll es ein schönes Riff mit vielen Fischen geben. Zweimal am Tag werden dort Fische, Stachelrochen, Haie, Moränen und Aale gefüttert, dann sieht man besonders viele Tiere auf einmal.

Wir hatten auch überlegt, eine Standup-Paddling Tour zu machen. Der größte Anbieter ist Fenua Stand Up Paddle. Sie bieten an verschiedenen Orten der Insel Touren an.

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