3 Tage Los Angeles: Hollywood Sign von hinten
USA

3 Tage Los Angeles – Unsere Tipps für euren Stopover ohne Auto

Unsere Weltreise begann für uns mit einem Stopover in Los Angeles für 3 Tage. Der Schwerpunkt unserer Reise ist die Südsee und Neuseeland. Dorthin gibt es ohnehin keine direkten Flüge und so entschlossen wir uns, am Zwischenziel Los Angeles einen dreitägigen Stopp einzulegen.

Ursprünglich war uns klar, dass wir ein Auto buchen werden. Nachdem wir die Buchung aber immer weiter aufgeschoben hatten, fragten wir uns schließlich, ob es nicht auch ohne ginge. Die Suche dazu in verschiedenen Foren hinterließ gemischte Gefühle. Manche Leute sagten, dass es gar kein Problem sei, ohne Auto durch die Stadt zu kommen. Andere wiederum meinten, dass man ewig unterwegs ist, zu manchen Orten ohne Auto nicht kommen würde und nachts die öffentlichen Verkehrsmittel gefährlich seien. Wir beschlossen einfach, es selbst auszuprobieren. Es würde schon genug geben, was wir in 3 Tagen in Los Angeles mit öffentlichen Verkehrsmitteln entdecken können.

Unsere Unterkunft hatten wir schon gebucht, als wir dachten, wir wären mit dem Auto unterwegs. Diese hatte daher auch einen eigenen Parkplatz, den wir nun gar nicht brauchten. Zum Glück lag sie aber auch nur ein paar Minuten von der nächsten Bushaltestelle und etwa 15 Minuten zu Fuß von der Metrostation Hollywood / Vine entfernt. Auf die Nähe zur Metro hatten wir beim Buchen nicht geachtet, es war aber in Ordnung.

Nach der Ankunft am Flughafen Los Angeles fuhren wir mit dem Airport Shuttle “Green Line” zur Metrostation, wo wir uns eine TAP-Karte für öffentliche Verkehrsmittel gekauft haben. Nur mit dieser kann man Metro fahren. Sie bietet auch Vorteile beim Busfahren, so kann man innerhalb des Systems aus Bahnen und Bussen der Metro innerhalb von 2 Stunden mehrfach kostenlos umsteigen. Andere Busgesellschaften bieten hingegen Rabatte mit der Karte an. Außerdem kann man sich mit der Karte für das Metro-Bikesharing anmelden. Mit der Metro und dem Bus ging es am Ankunftsabend dann zu unserer Unterkunft in Hollywood.

Um nicht zu viele Wege zu haben, organisierten wir unseren Aufenthalt räumlich, sodass wir nur einmal täglich durch die Stadt gefahren sind. Das dauert mit öffentlichen Verkehrsmitteln tatsächlich recht lang, aber auch mit dem Auto kann man locker eine Stunde unterwegs sein und dann muss man auch noch einen Parkplatz finden. Folgende Orte haben wir an unseren 3 Tagen in Los Angeles besucht:

1. Tag: Vormittags Hollywood- und Sunset-Boulevard, nachmittags Santa Monica und Venice
2. Tag: Vormittags Warner Bros’ Studio Tour, nachmittags Wanderung im Griffith Park
3. Tag: Packen, Fahrt nach Downtown, abends Weiterflug

3 Tage Los Angeles – Tag 1: Vormittags Hollywood- und Sunset-Boulevard, nachmittags Santa Monica und Venice

Am ersten Tag machten wir uns vormittags erstmal zum Frühstücken zu einem Bäcker am Sunset-Boulevard auf, der ganz in der Nähe unserer Unterkunft lag. Über die North Gower Street gingen wir dann zum Hollywood Boulevard – dies ist die Straßenecke, an dem der Walk of Fame mit den Sternen beginnt. Hier hatten wir auch gleich noch einen ersten Blick auf das Hollywood Sign in den Hollywood Hills.

Insgesamt hat der Hollywood Walk of Fame eine Länge von 1,5 km bzw. 15 Häuserblöcken und endet an der La Brea Avenue. Außerdem verläuft er auch über drei Straßenblöcke in der Vine Street zwischen Sunset- und Hollywood-Boulevard. Es gibt über 2500 Sterne und so kannten wir die meisten Leute nicht, die dort geehrt wurden. Aber hin und wieder und besonders in der Nähe von weiteren Sehenswürdigkeiten, sah man doch auch den Stern von bekannten Prominenten.

3 Tage Los Angeles: Walk of Fame - Dwayne Johnson

Entlang des Walk of Fame gibt es auch noch einige andere Sehenswürdigkeiten. Wir sahen uns die speziell gestaltete Metrostation Hollywood / Vine an. Weiter westlich ist außerdem das Chinese Theatre, eines der ältesten Kinos Hollywoods. Hier sind auch viele Fuß- und Handabdrücke von bekannten Schauspielern. Leider wurde vor dem Kino gerade eine Bühne für eine Filmpremiere aufgebaut, sodass wir nur wenige Abdrücke sehen konnten.

Direkt neben dem Chinese Theatre ist das Dolby Theatre, wo jährlich die Oscars verliehen werden. In die Eingangshalle kann man einfach so gehen. Mit einer geführten Tour hätte man auch weitere Bereiche besichtigen können, jedoch waren uns die 25 USD dafür zu teuer. Stattdessen beschlossen wir, weiter an den Strand von Los Angeles zu fahren, nach Santa Monica. Dorthin gab es eine Busverbindung mit Umsteigen durch Beverly Hills. Im Stadtteil der Reichen sah man von der Straße aus allerdings nur wenige Gebäude, stattdessen meist nur große Hecken.

In Santa Monica machten wir zuerst einen kurzen Essensstopp mit Tacos, danach ging es raus auf den Santa Monica Pier. Auf diesem ließen wir uns etwas treiben und die Atmosphäre auf uns wirken. Es gibt dort viele Stände mit Souvenirs und Essen, ein Aquarium, ein Restaurant und den kleinen Freizeitpark mit u.a. Achterbahn und Riesenrad. Und natürlich eine tolle Aussicht auf den unglaublich breiten Strand! Ganz am Ende des Piers stand ein Polizeiauto – mit geringerem Druck auf den Reifen und Surfboard gerüstet für den Strand.

3 Tage Los Angeles: Polizeiauto auf dem Santa Monica Pier

Um uns auch Venice anzuschauen, liehen wir uns Fahrräder beim Bikesharing aus. Es gibt einen breiten Fahrradweg direkt am Strand von Santa Monica nach Venice, der ist wirklich toll zu befahren. In Venice selbst sind wir dann zu den Kanälen gegangen, die dem Stadtteil den Namen geben. Direkt an den Kanälen ist nur ein Fußweg und so ist der kleine Spaziergang dort recht erholsam.

Den Sonnenuntergang wollten wir wieder in Santa Monica sehen. Da das Bikesharing bei Gregor leider nicht mehr funktionierte, mussten wir laufen. Auch das war machbar, es hat allerdings etwa eine Stunde gedauert. Pünktlich zum Sonnenuntergang hatten wir wieder einen Blick auf den Santa Monica Pier, wo der Freizeitpark bei einbrechender Dunkelheit dann beleuchtet wird. Von Santa Monica fuhren wir mit der Metro zurück nach Hollywood.

3 Tage Los Angeles: Sonnenuntergang am Santa Monica Pier

3 Tage Los Angeles – Tag 2: Vormittags Warner Bros’ Studio Tour, nachmittags Wanderung im Griffith Park

Am zweiten Tag hatten wir morgens um 9 Uhr eine Tour bei den Warner Bros’ Studios gebucht, wohin wir daher morgens einen Bus nahmen. Die Tour dort dauerte etwas mehr als 2 Stunden und danach konnte man sich noch das dazugehörige Museum anschauen. Die Tour selbst fand in kleinen, offenen Wagen mit jeweils 12 Personen statt. Die Frau, die uns damit über das Gelände der Studios fuhr, erzählte dabei, was in den verschiedenen Hallen passiert und welche Außenkulissen für welche Filme und Serien genutzt wurden. Auch einen Einblick in die Halle, wo die meisten Kulissen gefertigt werden, haben wir bekommen. Ebenso gab es einige Erklärungen zur technischen Erstellung von Filmen. Am Ende ging es noch in ein Museum, in dem unter anderem auch das Set von Friends aufgebaut ist.

Nach einem Mittagessen im nahegelegenen Supermarkt machten wir uns auf den Weg zum Griffith Nationalpark. Was auf der Karte nach einer schönen Route im Grünen aussah, stellte sich als Schnellstraße heraus, wo es nicht überall einen richtigen Fußweg gab. Außerdem war es durch die Autos recht laut. Wir würden daher empfehlen, für den ersten Teil der Strecke bis zur Kreuzung Forest Lawn Drive / Zoo Drive ein geteiltes Taxi zu nehmen, z.B. über die Apps “Uber” oder “Lyft”. Je nach Tageszeit etc. kostet das nur knapp 10 USD pro Person. Ab dort gab es dann auch Wanderwege, sodass der Weg deutlich angenehmer und schöner zu laufen war.

Unser erstes Ziel im Griffith Park war der Old Los Angeles Zoo. Dieser liegt mitten im Grünen, es gibt Picknickplätze und viele alte Gehege zu sehen. Diese waren Mitte Oktober schon dekoriert, da hier wohl eine große Halloween-Party stattfinden sollte. Vom alten Zoo wanderten wir zur Rückseite des Hollywood Signs. Dieser Wanderweg war nicht so richtig beschildert und wir verloren ihn zwischenzeitlich, was in eine kleine Kletterpartie ausartete. Durch Google Maps fanden wir jedoch zum Glück wieder zurück zum richtigen Weg. Der Ausblick am Hollywood Sign war wirklich toll!

3 Tage Los Angeles: Hollywood Sign von hinten

Der dritte Teil unserer Wanderstrecke ging zum Griffith Observatory. Hier trafen wir zum Sonnenuntergang ein und hatten dann noch einen schönen Blick auf die beleuchtete Stadt. Das Observatorium kann man kostenlos besichtigen und die Ausstellung sah wirklich interessant aus. Leider waren wir so fertig von der langen Wanderung durch die Berge, dass wir uns nur noch den Einführungsfilm ansahen und dann mit dem Bus zurück in die Stadt fuhren.

3 Tage Los Angeles: Hollywood Sign

Alternativ kann man am zweiten Tag auch zu den Universal Studios fahren. Dort gibt es einen ganzen Freizeitpark zum Thema Filme. Während die Warner Bros‘ Tour eher die technischen Hintergründe erläutert, kann man dort die Filmwelten erleben. Außerdem gibt es noch Achterbahnen etc. – in den Universal Studios  kann man sicher locker einen ganzen Tag verbringen. Und dorthin fährt sogar die rote Metrolinie.

3 Tage Los Angeles – Tag 3: Packen, Fahrt nach Downtown, abends Weiterflug

Am Abend des dritten Tages ging schon unser Weiterflug nach Papeete in Französisch Polynesien. Daher packten wir morgens erst einmal unsere Rucksäcke und fuhren dann mit dem Bus nach Downtown Los Angeles. Dort hatten wir über BagBnB einen Souvenirladen in Little Tokyo gefunden, bei dem wir tagsüber unser Gepäck deponieren konnten.

In Downtown machten wir einen kleinen Rundgang durch die Stadt. Zuerst sahen wir das Bradbury Building, dass 1893 als Zukunftsvision eines Bürogebäudes im Jahre 2000 gebaut wurde. Naja, es kam etwas anders, aber es sieht definitiv interessant aus! In der Markthalle holten wir uns einen Sandwich für unterwegs, danach fuhren wir mit dem Angels Flight auf den Berg. Man könnte auch laufen, aber die Fahrt mit der alten Standseilbahn war toll und kostete mit TAP-Karte nur 50 Cents.

3 Tage Los Angeles: Angels Flight

Oben angekommen gingen wir zur Walt Disney Concert Hall. Dies ist ein beeindruckendes Gebäude, entworfen von Frank Gehry. Die Akustik ist von Yasuhisa Toyota geplant, dem selben Akustiker wie bei der Elbphilharmonie in Hamburg. In der Walt Disney Concert Hall wollten wir an der kostenlosen, selbst geführten Audiotour teilnehmen. Aufgrund eines Festivals vor der Konzerthalle, wurde diese an dem Tag aber leider nicht angeboten. Danach liefen wir noch zum YMCA-Park und von dort weiter zur Bibliothek, in die man kostenlos gehen kann.

Auf dem Rückweg nach Little Tokyo liefen wir noch zur City Hall LA. Dort kommt man nach einem kurzen Sicherheitscheck auf das Dach, wo man eine tolle Aussicht auf die Stadt und die Umgebung hat. Zu allen vier Seiten gibt es auch Tafeln, an denen die sichtbaren Sehenswürdigkeiten beschriftet sind. Danach ließen wir den Nachmittag im kleinen Park vor dem Rathaus ausklingen. Nachdem wir unsere Rucksäcke geholt hatten, ging es mit dem Bus und der Metro zurück zum Flughafen. Und schon waren unsere 3 Tage in Los Angeles vorbei.

3 Tage Los Angeles: Ausblick von der City Hall auf die Walt Disney Concert Hall

Fazit zu 3 Tage Los Angeles ohne Auto

Wir fanden es tatsächlich kein großes Problem, Los Angeles für 3 Tage ohne Auto zu besichtigen. Sicherlich gibt es ein paar Orte in der Stadt, wo man ohne Auto schlecht hinkommt. Andererseits wird aber im Moment auch das Angebot von Bike- und Elektroroller-Sharing stark ausgebaut. Wenn diese Angebote noch auf weitere Stadtteile ausgebaut werden, kommt man irgendwann wirklich überall problemlos hin.

Wir hatten uns im Vorfeld überlegt, welche Orte wir gerne besuchen möchten und gesehen, dass wir dort gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinkommen. Mit etwas Vorplanung und mobilem Internet vor Ort lässt es sich dann problemlos in der Stadt navigieren. Und das ganze deutlich umweltfreundlicher und günstiger als mit dem Auto. Wir würden also definitiv empfehlen, die Stadt ohne Auto zu besichtigen. Nur etwas Vorplanung und eine gute Strukturierung der Route ist sicherlich hilfreich und sinnvoll.

3 Tage in Los Angeles fanden wir persönlich absolut ausreichend. Sicher hätte man noch andere Dinge sehen können, zu Stränden in der Nähe fahren können etc. Uns hat es aber so sehr gut gefallen und viel mehr Zeit müssen wir auch gar nicht am Stück in einer Großstadt verbringen. Wir genießen die Natur dann meistens doch mehr.

Unsere Tipps zu Los Angeles haben wir sortiert nach Transport, Kosten, Unterkunft, Sehenswürdigkeiten, etc. zusammengefasst. Die Reisetipps findet ihr hier: Reisetipps Los Angeles

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